Am 11 November ist das Fest des Heiligen Martin von Tours. Zahlreiche Bräuche und Traditionen sind mit ihm verbunden.
In meiner bayrischen Heimat wird morgen der Nussmartel gefeiert. Für uns Kinder war und ist der Nussmartel schon der erste Vorbote zur Adventszeit. Mit selbstgebastelten Laternen, Martinslieder singend wanderten wir durch die dunkle, kalte Nacht zu unserem Kirchgarten. Dort fand sich ein großes Feuer und der St Martin ritt auf einem weißen Pferd zu einem armen Mann, der am Boden kauerte und teilte mit seinem Schwert seinen roten warmen Mantel und beschenkte damit den armen Bettler. Und wir Kinder sangen aus vollem Herzen die Marinslieder. Es roch nach Kerzen und Feuer und es war auf einmal nicht mehr so kalt. Ja, es wurde einem warm ums Herz. Jedes Kind bekam im Anschluss noch ein süße Hefegans auf den Weg mit nach Hause. Und zu Hause da fand wir den allerersten Teller mit Nüssen, Mandarinen, blanken Äpfeln und Lebkuchen und das schmeckte schon so schön nach Weihnachten.
Und wegen der feinen Nüsse, heißt der Heilige Martin in Augsburg der Nussmartel.
Ich möchte Euch heute noch einen kleinen Laternenzug zeigen.
"Durch die Straßen auf und nieder
leuchten die Laternen wieder
rote, gelbe, grüne, blaue,
lieber Martin, komm und schaue!"
Ich wünsche Euch allen einen schönen Nussmartel!
Euer Wichtelzwerg